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Jugendherberge Creglingen - Tag 1

Schnell war der kleine Reisekoffer gepackt, die Banane gefrühstückt und schon musste ich mich von der Familie und den Hunden verabschieden. Meine Liebsten fuhren pünktlich mit mir zum Bahnhof in Schwerte, wo wir feststellten, dass der Zug eine halbe Stunde Verspätung haben würde. Kurzerhand musste ein Plan B her! Wir sprangen wieder ins Auto und düsten über die Autobahn zum Bahnhof in Hamm. Der ICE stand schon bereit. Drei Minuten, bevor der Zug losfuhr, stand ich sicher im Zug.

Die Zugfahrt bis nach Würzburg war, nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, sehr entspannt. Am Zielbahnhof gönnte ich mir an der Früchtebar einen kleinen Obstmix und gesellte mich zu anderen sonnenhungrigen Menschen nach draußen an den Brunnen, der allerdings noch auf den Frühjahrsputz wartet. Die Abfahrts-Anzeige im Bahnhof versprach mir eine Dreiviertelstunde Aufenthalt. Auch die Weiterfahrt verlief ohne Zwischenfälle.

Mir ist aufgefallen, dass vielerorts in die Bahnhöfe und Strecken investiert wird. Gerade für Schwerte freut es mich, dass der alte Bahnhof und seine Umgebung umgestaltet wird. Die neuen Ampeln allerdings finde ich irreführend und sehr gefährlich. Auch Bahnhöfe in anderen Städten haben einen neuen Anstrich bitter nötig. Es ist nicht nur das schmutzige Aussehen, das mich abschreckt, sondern auch der Gestank nach abgestandenem Urin, der mich regelrecht anekelt.

Als ich kurze Zeit vor der Abreise noch einmal alle Unterlagen gecheckt habe, fiel mir auf, dass zwischen Rothenburg und Creglingen ein Rufbus bzw. Ruftaxi pendelt. Ganz erschrocken wählte ich die Nummer der Herberge, um nach Rat zu fragen. Schnell war eine Lösung gefunden und über eine Rufbusnummer war der nette Chauffeur bestellt. Ich hätte auch über Weikersheim anreisen können. Die Strecke ist empfehlenswert, weil man eher ankommt.

Der Fahrer des Taxis lud mich und eine weitere Dame als Fahrgäste ein. Die Fahrt ging etwa 20 km von Rothenburg hinunter nach Creglingen. Die Straßen waren meistens auf unserer Fahrseite mit einer Mauer versehen. Dadurch wirkte alles ziemlich eng, vor allen Dingen, wenn Gegenverkehr kam. Wir kamen über den Jakobsweg ins Gespräch und ich erfuhr, dass der Chauffeur Besitzer einer alten Kapelle direkt am Jakobsweg nahe Creglingen ist, die er im Laufe des Jahres mit viel Liebe und Kunst restauriert und umgestaltet hat. Sollte ich in dieser Woche vorbei kommen, würde ich auf einen Kaffee eingeladen :)

Sabrina von der Rezeption verteilte gekonnt die Quittungen, die Terminpläne, weitere Informationen und die Zimmerschlüssel. Ich habe zwar ein Einzelzimmer, teile mir aber die Dusche und das WC mit einer netten Dame aus Köln. Einen Waschtisch habe ich auf meinem Zimmer. Mein Zimmer ist natürlich jugendherberglich, aber mit einem schönen Ausblick auf die Terrasse und ins Tal. Auf der Terrasse sitze ich gerade und warte nach einer für mich sehr anstrengenden Jogastunde auf das Abendessen.

Nach dem Abendessen - ich bin tatsächlich sehr satt geworden - blieben alle Teilnehmenden noch für ein kurzes Kennenlernen, um dann mit Hildegard eine Hausführung zu begehen. Nach einer kurzen Gute-Nacht-Geschichte war ich froh, endlich ins Bett zu können. Ich glaube, ich bin kurz nach dem Zudecken eingeschlafen.

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